Blog

5 Taktiken für Xing und Linked-In


Von Alisa Hese

Ähnlich, wie Facebook und Instagram sich zu wichtigen Kanälen für die Kommunikation Richtung Konsumenten entwickelt haben, sind auch die Plattformen LinkedIn und Xing zu Maschinen fürs B2B-Kommunikationsmarketing geworden. Selbst ein Thomas Koch, altgedienter Kämpfer der Werbebranche, meldet in seiner jüngsten Kolumne in der Wirtschaftswoche dringenden Handlungsbedarf für die großen Consumerbrands an: „Gerade junge Konsumenten wollen mit den Herstellern direkt kommunizieren. Die Konzerne müssen nun eigene Abteilungen aufbauen, die Ressourcen und Kompetenzen haben, etwa über Social Media für das Unternehmen zu sprechen.“

Wer LinkedIn und Xing immer noch als Portale für Arbeitssuchende wahrnimmt, der unterschätzt die Mechanismen, die sich vom privaten Kommunikationsverhalten auf das berufliche übertragen. Das Potential wächst stark in den Bereichen Reputationsaufbau, Traffic-Generierung und Advertising. Ein Abgleich: In den klassischen Medien setzt sich die Kommunikation von B2B-Unternehmen vor allem aus Fachartikeln, Interviews und Meinungsbeiträgen zusammen, die das Ziel des Thought Leadership verfolgen. Unternehmenssprecher fungieren als Branchenexperten, um das Image der eigenen Firma zu prägen. Diese Kommunikationsformen lassen sich auch sehr gut auf LinkedIn und Xing übertragen. Aufgrund der Vernetzung der Branchen untereinander, lassen sich Inhalte breit streuen und das im B2B anvisierte Fachpublikum wird mit großer Wahrscheinlichkeit erreicht.

Dabei beginnt alles mit dem Unternehmensprofil. Während es bei LinkedIn nur eine Form der Unternehmensseite gibt, wird bei Xing zwischen Unternehmensprofil und Business Page unterschieden. Das Xing Unternehmensprofil dient vor allem dazu, die Firma als Arbeitgeber darzustellen. Die Xing Business Page unterstützt die Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Der Fokus liegt dabei auf der multimedialen Vermarktung, die Darstellung der Produkte und Dienstleistungen sowie der Generierung von Leads. Auf dem Unternehmensprofil bei LinkedIn können neben allgemeinen Informationen auch Beiträge und Neuigkeiten gepostet werden.

5 Tipps: Der Einstieg in eine B2B-Social-Media-Strategie

Doch wie weckt man das Interesse der Community? Kommunikatoren sollten auf diese 5 Taktiken bauen:

1. Das Unternehmensprofil

Das Unternehmensprofil ist das Aushängeschild des Unternehmens, dementsprechend sollte es aussagekräftig und gut gepflegt sein. Es umfasst vollständige Angaben sowie das Logo und professionelle Bilder in guter Auflösung.

2.  Regelmäßige Beiträge

Um in Sozialen Netzwerken wahrgenommen zu werden, sollte man regelmäßig Inhalte veröffentlichen – LinkedIn und Xing sind hier keine Ausnahme. Ob Unternehmens-News, Fachbeiträge, Artikel oder Whitepapers, man sollte bei jedem Post darauf achten, dass er inhaltlich auf die gewünschte Zielgruppe abgestimmt und für diese interessant ist. Am besten sollten die Beiträge kurz gehalten werden und mit nicht zu vielen Fachbegriffen versehen sein. Auch Bilder und Videos sind eine willkommener Zusatz bzw. Abwechslung zum reinen Text.

3. Timing

Am besten sollte man Inhalte morgens zwischen sechs und neun Uhr, mittags zwischen zwölf und zwei Uhr und abends zwischen sechs und acht Uhr posten. In diesen Zeiträumen erreichen Sie am besten Fach- und Führungskräfte. Achten Sie darauf, zwischen den unterschiedlichen Beiträgen genügend Zeit verstreichen zu lassen. Regelmäßiges Posten bedeutet nicht übermäßiges Posten.

4. Interaktion der Mitarbeiter

Die Mitarbeiter können dem Unternehmen helfen, die Reichweite zu erhöhen, indem sie auf ihrem privaten Account das Unternehmen als Arbeitgeber eingetragen sowie dessen Beiträge liken, teilen oder kommentieren. Durch sie besteht die Möglichkeit das Netzwerk zu erweitern.

5. Gruppen nutzen

In den themenspezifischen Gruppen kann man mit anderen Fachleuten und Unternehmen in Kontakt treten – sprich an Diskussionen teilnehmen, sich über Branchen-Insights unterhalten und sich durch andere Beiträge informieren sowie diese kommentieren. Auch durch das Teilen der Unternehmens-Inhalte in einer Gruppe macht man auf das eigene Unternehmen und dessen Beiträge aufmerksam und kann somit neue Kontakte knüpfen.

6. Mehr Reichweite mit Werbung

Um mehr Reichweite zu generieren, können Unternehmen auf beiden Plattformen kostenpflichtige Werbemöglichkeiten nutzen. So lassen sich beispielsweise auf Xing die Website des Unternehmens, die Business Page sowie einzelne Beiträge bewerben. Auch auf LinkedIn können Unternehmens-Inhalte beworben werden. Neben klassischen Anzeigen bieten beide Netzwerke die Möglichkeiten des sponsored Mailings. So gelangen Unternehmensnachrichten in die Postfächer der gewünschten Zielgruppe.

Schlussendlich stellt sich nur noch die Frage, ob LinkedIn oder Xing? Oder sogar beides? Die Entscheidung hängt von der geschäftlichen Ausrichtung ab. Xing konzentriert sich auf den deutschsprachigen Raum und den hiesigen Markt. LinkedIn hingegen ist international ausgelegt und wird von Mitgliedern in mehr als 200 Ländern genutzt. Immer mehr Unternehmen nutzen jedoch beide Plattformen parallel, um keine Leads zu verpassen. Ob man sich nun auf eine der beiden Plattformen konzentriert oder beide parallel verwendet, in jedem Fall sollte man als (B2B-) Unternehmen Wert auf diese Netzwerke legen!

Bild im Beitrag: Im Jahr 2018 zählten auf LinkedIn neben Tim Höttges, Deutsche Telekom (Rang 1), vier Frauen zu den 10 Top Influencern (nämlich Janina Kugel/Siemens, Miriam Meckel/Handelsblatt Gruppe, Tina Müller/Douglas, Verena Pausder, HABA Digitalwerkstatt). 

Titelbild von Austin Distel auf  Unsplash