Blog

Visuelles Storytelling: Mit Bildern PR-Geschichten erzählen


Von Florian Schafroth

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – so lautet der Titel einen Aufsatzes von Kurt Tucholsky, ursprünglich für die Zeitschrift Uhu. Die Wirkung eines Fotos kann gewaltig sein. Man muss sich nur die Bildergalerie der 100 einflussreichsten Fotos der Geschichte ansehen. Ob Obama bei der Jagd nach Bin Laden im „Situation Room“ oder die picknickenden Arbeiter auf einem 250-Meter hohen Stahlträger – Bilder brennen sich in unser Gedächtnis ein.

Ein gutes Bild erzählt eine eigene Geschichte. Storytelling – für das wir hier bei Berkeley stehen – kann also auch über Bilder betrieben werden, auch wenn in der PR oder in der Kommunikation der Text die Basis bildet. Denn wir haben täglich mit visuellen Komponenten zu tun: Infografiken, Videos, Landingpages, Logos, Memes, Visuals und Fotos.

Mit Bildern kann man richtig spannende Geschichten erzählen. Wie visuelles Storytelling interessant umgesetzt werden kann, zeigt der aktuelle TV-Beitrag „Go Home, Polish“, der auf der ARD-Mediathek zu sehen ist. Die visuelle Reise von Fotograf Michal Iwanowski dokumentiert seinen Fußmarsch von Großbritannien in seinen Heimatort in Polen.

Auch wir kommunikativen Handwerker können bildgewaltig wirken – zumindest in dem Sinne, dass wir bei unseren anstehenden Präsentationen, Kampagnen oder Pressetexte visuelle Komponenten in den Mittelpunkt stellen.

Das Bild ist per Definition schon geeignet für den Storytelling-Ansatz. Denn nach dem  „Goldenen Kreis“ von Simon Sinek kommt beim Storytelling an erster Stelle stets die Frage nach dem „Warum“, erst danach das „Wie“ und zuletzt das „Was“. Ist diese Voraussetzung erfüllt, ist ein kleines, auf die Zielgruppe abgestimmtes, Element oftmals ausreichend, um eine Geschichte zu erzählen.

Die menschliche Kreativität, sprich die schöpferische Kraft in den Gehirnen des Publikums, wird zuverlässig alle Lücken füllen. Und welches zentrale Element kann mit einem Blick mehr als tausend Worte sagen? Richtig, das Bild! Probieren Sie es aus.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Data-Journalismus es ermöglicht, abstrakte Geschichten zu erzählen und in der das Visuelle – ob in TV-Werbespots oder Social – eine immer wichtigere Rolle einzunehmen scheint, lohnt es sich zu fragen, ob die eigene Kommunikation visuell genug ist. Und hier meine ich nicht nur Lifestyle-Marken, sondern auch gerade erklärungswürdige Produkte und Lösungen, beispielsweise aus dem Tech-B2B-Bereich.

Titelbild: Lubo Minar auf Unsplash