Agenturleben

Medienkooperationen – ein Win-Win-Geschäft

Written by Aleksandar Nikolov

23 November 2021

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Bei Medienkooperationen gilt: Qualität statt Quantität. Daher sind sie eine der Königsdisziplinen der PR-Arbeit. Für eine erfolgreiche Medienkooperation sind qualitativ hochwertige Inhalte, gute Kontakte zu den Journalisten sowie Verständnis für Themen und die entsprechende Leserschaft des Mediums entscheidend. PR-Agenturen sind hier also nicht nur Content-Seeder, sondern vor allem Content-Creator und Netzwerker.

Kooperation ja – aber mit wem?

Journalisten wollen exklusive und hochwertige Inhalte, um sich von konkurrierenden Medien absetzen und den eigenen Lesern einen Mehrwert bieten zu können. Der Versand einer Pressemitteilung an zahllose, ungeprüfte Kontakte führt daher selten zum Erfolg. Bei Medienkooperationen bieten Unternehmen diese einzigartigen Inhalte und erhalten dafür einen Platz im Fachmedium.

Zunächst gilt es, die potenziellen Medienpartner anhand der Zielgruppe, die angesprochen werden soll, festzulegen. Je nach Target-Group und Ausrichtung der Medien, sollte ein zielgerichtetes und auf die Bedürfnisse des Unternehmens fokussiertes Angebot ausgearbeitet werden. Daraufhin kontaktiert man den passenden redaktionellen Ansprechpartner und bespricht, wie die Zusammenarbeit aussehen könnte.

Durch eine Medienkooperation erhalten Unternehmen die Gelegenheit, ihre Lösungen und Dienstleistungen in einem professionellen Umfeld zu präsentieren. Da Medien ihre Kooperationspartner sorgfältig auswählen, gilt es durch regelmäßige Pressearbeit und Kontaktpflege das Vertrauen zu den jeweiligen Ansprechpartnern in der Redaktion aufzubauen.

So kann eine Medienkooperation aussehen

Je nach Medium und Produktportfolio des Unternehmens bieten sich unterschiedliche Kooperationsformen an.

Fachartikel sind ein geeignetes Mittel im B2B-Bereich, da sie zur Brand Awareness eines Unternehmens in einer Branche beitragen. Fachzeitschriften stehen für Glaubwürdigkeit und Seriosität bei ihren Lesern. Haben Unternehmen Ergebnisse einer neuen Studie, Expertise in einem bestimmten Gebiet oder neue Erkenntnisse, die sie von den Mitbewerbern hervorheben, bietet es sich an, einigen wenigen Medien diese Inhalte exklusiv anzubieten.

Aktuelle Informationen und Neuheiten sind für Redakteure immer von Interesse. Oftmals kann man ihnen entgegenkommen, indem man einen Fachbeitrag bereits final liefert. Die Chancen einer Veröffentlichung im entsprechenden Medium lassen sich mit einer Studie, Interviews und Fachartikeln demnach deutlich erhöhen. Um beiden Seiten Aufwand zu ersparen, sollten im Vorfeld die Modalitäten hinsichtlich Textlänge und thematischem Aufbau geklärt werden. Es gilt zu beachten, dass ein Fachartikel nicht zu kommerziell formuliert werden soll, damit die Unabhängigkeit des Mediums gewährleistet wird und die Leser einen neutralen Mehrwert erhalten.

Alternativen in der B2C-Kommunikation

Abseits von redaktionellen Inhalten sind im B2C-Bereich auch andere Kommunikationsformen möglich.

Gewinnspiele können selbst veranstaltet werden, man wird von einem Medienpartner unterstützt oder ist als Sponsor bei Magazinen und Zeitungen involviert. Veranstaltet man das Gewinnspiel eigenverantwortlich, gilt es dem Medium mit einer Gegenleistung entgegenzukommen. Dies kann in Form einer Anzeigenbuchung oder dem Angebot exklusiver Inhalte geschehen. Auch Events eignen sich für Medienkooperationen. Führende Redakteure können beispielsweise als Moderatoren einer Podiumsdiskussion eingeladen werden. Der Vorteil für Unternehmen besteht darin, dass der Kooperationspartner vor und nach der Veranstaltung exklusiv darüber berichten kann.

Medienkooperationen sind also fraglos mit viel Aufwand verbunden, der Ertrag ist dafür aber umso höher.

Titelbild: Cytonn Photography on Unsplash